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Zusammenarbeit mit Jugendlichen ist wichtig

Fahrradwerkstatt Selbsthilfe der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg
hat neu eröffnet.


au - WILHELMSBURG. Ist das Fahrrad kaputt, aber ist kein Platz zum Selberreparieren vorhanden? Seit dem 1. Dezember letzten Jahres kann hier die Fahrradwerkstatt Selbsthilfe der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg (AIW) Abhilfe schaffen. Im neuen Raum am Veringhof 9-11 bietet die AIW jetzt genug Platz und Möglichkeiten, gegen eine geringe Nutzungsgebühr sein Fahrrad selbst wieder auf Vordermann zu bringen. Und wer mit der Gangschaltung nicht zurechtkommt, Alexander Petkau und Mavrantzas Vassilios helfen mit fachkundigem Rat weiter.

"Vorher war die Werkstatt in der Mannesallee, jetzt haben wir uns hier niedergelassen. Ungefähr einen Monat habe ich den Raum von Grund auf neu gestaltet", erinnert sich Mavrantzas Vassilios.

Doch nicht nur die Selbstreperatur ist Teil des neuen Konzeptes der Fahrradwerkstatt, der soziale Aspekt steht ganz klar im Vordergrund. "Wir werden hier den Kiddies zeigen, wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszusehen hat und Prüfungen werden wir auch durchführen. Damit versuchen wir auch unter anderem, die Kinder von der Straße zu holen", meint Mavrantzas Vassilios, der zur Zeit die Werkstatt leitet. Dabei soll ganz eng mit den Wilhelmsburger Schulen zusammengearbeitet werden.

Kontaktpolizist Claus Niemann hat bereits die ersten Kontakte geknüpft. "Ich finde es toll, dass wir hier diese Möglichkeiten haben. Und die Verkehrslehrer freuen sich umso mehr, wenn so was angeboten wird."

Für die weitere Zukunft kann sich Mavrantzas Vassilios, der selber begeisterter Radfahrer ist, zudem ein Fahrradverleih für Wilhelmsburg vorstellen. "Dann kann man hier Fahrräder leihen und die schönen Fahrradwege in Wilhelmsburg abradeln. Natürlich bieten wir auch Begleitung an", so der 42Jährige.

Seit 20 Jahren Selbsthilfe für Arbeitslose
Geburtstagsfeier der Arbeitsloseninitiative im Gemeindehaus.

sd - WILHELMSBURG. Der Gemeindesaal der Emmausgemeinde am Rotenhäuserdamm war rappelvoll, denn alle wollten den 20. Geburtstag der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg (AIW) mitfeiern. Ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Deichhaus saßen einträchtig neben Gästen aus Wirtschalt und Gesellschaft, um das "Geburtstagskind" hochleben zu lassen.

Mit 20 Jahren wird man so langsam erwachsen, das gilt auch für die Arbeitsloseninitiative. Die AIW oder "In"", wie sich die Gruppe die ersten Jahre nannte, wurde 1984 als Selbsthilfegruppe gegründet. Damals herrschte in Hamburg gerade die große Werftenkrise und viele Wilhelmsburger verloren ihre Arbeit. "Diesen Menschen wollten wir ein Forum geben", erinnert sich Hildebrand Henatsch, der Gründer der Gruppe, an die Anfänge zurück.

Sein "Baby" lernte schnell, auf eigenen Beinen zu stehen und hat sich über die Jahre stetig weiterentwickelt: Sozialberatung, Kleiderkammer, Fahrradwerkstatt, die Wilhehlmsburger Tafel und die Möbel-Hilfe kamen hinzu und so entwickelte sich die Einrichtung im Laufe der Zeit zu einer nicht mehr wegzudenkenden Anlaufstelle für viele in Not geratene Bewohner des Stadtteils. Bald wurde es zu eng in den Räumen der Emmausgemeinde, und der kleine "Sozial-Konzern" zog in die Räume des Deichhauses am Vogelhüttendeich.

"Den Hauptteil der Arbeit haben von Anfang an unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter getragen", betont Hildebrand Henatsch. Das ist vielleicht auch das Erfolgsrezept der AIW. Die Hilfe suchenden Menschen bekommen nicht nur Nahrung und Kleidung, sondern auch eine Beschäftigung und gewinnen so ein Stück verloren gegangenes Selbstvertrauen zurück.

Ein großes Dankeschön schickte der ehemalige Pastor auch an die Wilhelmsburger Ehepaare Behr und Pommee, die in der Anfangszeit kräftig Aufbauhilfe geleistet haben und an die vielen Spender, ohne deren Hilfe viele Anschaffungen in der Vergangenheit gar nicht möglich gewesen wäre. "Man muss auch mal nach links und rechts gucken und schauen wem man unter die Arme greifen muss", gab Henatsch seinen Gästen abschließend mit auf den Weg.

Wilhelmsburger Wochenblatt (Elbe-Wochenblatt) - 07.04.2004

Auf Müllsuche in Wilhelmsburg
Arbeitsloseninitiative veranstaltete Sammelaktion

Wilhelmsburg (cok). Obwohl ein kräftiger Wind wehte, zog es gestern in Wilhelmsburg zahlreiche Bürger auf die Straße. Ausgestattet mit Plastikbeuteln der Müllreinigung machten sie sich auf Einladung der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg ab Deichhaus auf, um den Stadtteil zu reinigen und ihr Wohnumfeld damit schöner zu gestalten.

Angefangen hatte diese Aktion vor sechs Jahren in Zusammenarbeit mit der Umweltbehörde. Damals fand sie noch einmal im Jahr statt. Doch inzwischen gehen die Müllsammler jeden ersten Donnerstag auf Tour, um Anlagen, Plätze oder Kindergarten von Unrat zu befreien. Anschließend geht es zurück ins Deichhaus, wo die Arbeitsloseninitiative mit einem leckeren Essen aufwartet

. "Gesammelt wird in Gegenden, wo die Müllabfuhr nicht so häufig hin kommt", sagt der Bürgernahe Beamte Claus Niemann. Er freut sich, dass aus der Aktion eine regelmäßige Veranstaltung geworden ist. Das zeige, dass die Bewohner großes Interesse daran hätten, ihren Stadteil sauber zu halten. Teilweise brächten sie an einem Tag bis zu acht gefüllte Müllbeutel mit. Wer mitmachen will, sollte am ersten Donnerstag eines Monats um 15 Uhr zum Deichhaus am Stübenplatz kommen.

Harburger Anzeigen und Nachrichten 7.3.2003

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